Untersuchungen
EKG (Elektrokardiogramm)

ekgDie elektrischen Vorgänge bei der Reizausbreitung im Herzen lassen sich auf der Hautoberfläche messen. Dabei wird eine Reihe von Elektroden in normierter Art und Weise auf dem Brustkorb sowie an den Armen und Beinen angebracht. Die elektrischen Spannungen auf der Körperoberfläche liegen im Millivoltbereich und können, entsprechend verstärkt, auf einem Monitor und/oder mit Hilfe eines Druckers auf genormtem Papier dargestellt werden.

Eine elektrische Spannung besteht stets zwischen zwei Punkten, die jeweils auf einem bestimmten Potential liegen. Da in der Regel zehn Elektroden (6 an der Brustwand und 4 an Beinen und Armen) angelegt werden, lässt sich eine ganze Reihe von genormten Spannungen abgreifen, so z.B. zwischen rechtem Arm und linkem Arm.

 
Lungenfunktion
lungenfunktionWird üblicherweise mit einem speziellen Gerät überprüft. Dabei muss der Patient mit voller Kraft in einen Apparat blasen, der den Atemstrom aufzeichnet und mit dem man feststellen kann, ob die Lungenfunktion normal groß ist oder ob und in welchem Ausmaß Funktionseinschränkungen vorliegen.
 
Ergometrie
ergometrieEin Belastungs-EKG ist die Aufnahme eines EKGs unter einstellbaren Belastungen des Patienten. Aus dieser Untersuchung lassen sich bestimmte Kreislauferkrankungen oder sogar organische Erkrankungen erkennen. In der Sport- oder Arbeitsmedizin lassen sich der aktuelle Trainingszustand oder eine evtl. Arbeitseinschränkung erkennen.
Ein Ergometrieplatz ist eine Kombination aus einem EKG-Gerät, einem Blutdruckmessgerät und einem sogenannten Fahrrad-Ergometer (manchmal auch Tretkurbelergometer genannt). Diese Geräte werden miteinander kombiniert. Es können manuelle und vollautomatische Belastungs-EKGs aufgenommen werden. Bei einem automatischen Belastungs-EKG übernimmt meistens ein Computer die Einstellungen und die Aufnahmen. Dies alles geschieht unter Aufsicht eines Arztes und einer medizintechnischen Assistentin oder Arzthelferin. Das Gerät, mit dem diese Aufnahme stattfindet, nennt man Ergometer. Hiermit kann man bestimmte messbare Belastungen einstellen, die auf den Patienten wirken. Diese Belastungen erfolgen nach bestimmten Regeln. Hieraus ergibt sich ein EKG, aus dem man dann die oben genannten Zustände erkennen kann. Es gibt verschiedene apparative Techniken, mit denen man ein Belastungs-EKG aufnehmen kann. U.a. gibt es das Fahrradergometer im Sitzen und das Fahrradergometer im Liegen.
Der Ablauf sieht in etwa wie folgt aus:
Zunächst wird der Patient an die Elektrodenanlage angeschlossen. Darüber wird dann das EKG abgenommen. Des weiteren wird eine Blutdruckmanschette angelegt, um den Blutdruck messen zu können. Danach kann mit der Untersuchung begonnen werden. Sind bestimmte Kriterien erfüllt, ist die Untersuchung zu Ende.
 
Oberbauchsonographie
ultraschallEs werden dabei durch einen Schallkopf, der auf der Haut aufgelegt wird, Schallwellen in den Körper übertragen und von den Organen reflektiert. Diese reflektierten Schallwellen werden durch einen Computer analysiert und auf einem Monitor als Bild dargestellt.
 
Herzultraschall

herzultraschallDie Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Sie ist heute eine Routinemethode zur Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die bildhafte Darstellung der Herzaktion kann dabei von außen, also auf der Vorderseite des Brustkorbes, oder von innen über einen in die Speiseröhre geschobenen Schallkopf erfolgen.
Mit Hilfe der Herzsonographie erhält der Arzt Aufschluss über:

  • Struktur von Herzwänden und Herzklappen und deren Bewegungsabläufe
  • Wanddicke von Herzvorhöfen und Herzkammern: Das Herz besitzt zwei Vorhöfe, den rechten und den linken Vorhof, und zwei Herzkammern, die auch in die rechte und linke unterteilt werden.
  • Größe der Herzinnenräume und damit die gesamte Herzgröße
  • Auswurfleistung des Herzens: Diese wird als Herz-Minuten-Volumen bestimmt.
 
Gastroskopie (Magenspiegelung)
gastroMit der Magenspiegelung ist es möglich, das Innere der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarms anzusehen. Dabei können kleine Gewebeproben aus der Schleimhaut für weitere Untersuchungen entnommen und bestimmte Krankheiten behandelt werden. Für diese schmerzlose Untersuchung verwendet man ein Gastroskop, durch dessen beweglichen Schlauch der Arzt mit Hilfe einer Glasfaseroptik hindurchsehen kann.
Bei Erkrankungen des Magens können sich die Ärzte heute mit dem Gastroskop ein Bild von der Beschaffenheit des Inneren des Magens machen und so die Diagnose ohne großen Aufwand stellen.
Diese Erkrankungen betreffen vor allem die Schleimhaut des Magens. Es sind Magengeschwüre, Entzündungen und ein ungeregeltes Schleimhautwachstum in Form der sogenannten Polypen. Diese Polypen lassen sich während der Untersuchung durch das Gastroskop abtragen und dadurch behandeln.
Für die genaue Diagnosestellung von Veränderungen der Schleimhäute von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm werden mit einer winzigen "Zange" Gewebeproben entnommen, ohne dass dies Schmerzen verursacht. Die Untersuchung der Gewebeproben erleichtert in vielen Fällen die Diagnosestellung erheblich.
 
Koloskopie (Darmspiegelung)

Bei einer Darmspiegelung kann mittels eines Endoskops der gesamte Dickdarm untersucht und beurteilt werden. Bei Bedarf können Gewebeproben entnommen werden. Mit einem beweglichen Schlauch, durch dessen Optik der Arzt in den Darm sehen kann, wird diese Untersuchung durchgeführt. Ein solches Instrument wird Koloskop genannt. Wucherungen der Schleimhaut, sogenannte Polypen, können durch das Koloskop entfernt werden.

Viele Erkrankungen und Störungen des Dickdarms, wie Entzündungen, Blutabgang, Änderung der Stuhlgewohnheiten, können nur dann richtig diagnostiziert und behandelt werden, wenn sich der Arzt ein Bild von der Beschaffenheit der Dickdarmschleimhaut machen kann. Durch die biegsame Optik des Koloskops kann der Arzt die verschiedenen Abschnitte des Dickdarms ansehen, winzige Gewebeproben für weitere Untersuchungen entnehmen und Polypen der Schleimhaut entfernen.

 
Schilddrüsenuntersuchung

schilddruesseEine Schilddrüsenuntersuchung setzt sich wie ein Puzzle aus mehreren einzelnen Teilen zusammen:

  • Für eine Schilddrüsenerst- oder -kontrolluntersuchung ist es in unserer Ordination nicht notwendig, nüchtern zu kommen.
  • Wir führen ein Gespräch mit dem Patienten bezüglich Beschwerden, früherer Schilddrüsenerkrankungen, etwaiger Kropfoperationen oder vorangegangener Radiojodtherapien.
  • Klinische Untersuchung mit Schilddrüsentastbefund
  • Ultraschalluntersuchung am Hals
  • Blutabnahme zur Bestimmung der Schilddrüsenhormonwerte
 
Gefäßultraschall
Die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagadern gibt Auskunft über den Verkalkungsgrad der Arterien und somit das Risiko für Schlaganfälle. Weiters können Verengungen diagnostiziert werden, welche die Ursache für Schwindel, Bewusstlosigkeit und Hirndurchblutungsstörungen sind. Es besteht keine Strahlenbelastung oder sonstige negative Nebenwirkung.
 
Schlaflabor
schlaflaborDurch Atemstörungen und Atemstillstände während des Schlafes kann es zu bedrohlicher Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff kommen. Die Folgen sind Müdigkeit, erhöhte Unfallhäufigkeit, Konzentrationsstörungen, Herzrhythmusstörungen bis zum plötzlichen Herzstillstand. Durch schmerzlose ambulante Messungen über Nacht zu Hause wird diese Störung festgestellt.
 
Langzeit-EKG
langzeitekgBei einem Langzeit-EKG wird ein Elektrokardiogramm über einen Zeitraum von gewöhnlich 24 Stunden, auf alle Fälle aber mind. 18 Stunden aufgezeichnet.
Das EKG stellt die abgeleitete und in Form von Kurven sichtbar gemachte elektrische Aktivität des Herzens dar. Es ist somit Ausdruck der Herzerregung.
Bei einem Langzeit-EKG werden mindestens zwei Brustwandableitungen aufgezeichnet. Dazu weden fünf Metallplättchen (Elektroden) in bestimmter Reihenfolge an der Brustwand angebracht. Die Elektroden sind mit einem EKG-Gerät verbunden. Das EKG-Gerät ist in diesem Fall besonders klein und kann vom Patienten ohne Probleme am Körper, z.B. am Gürtel, befestigt werden. Außerdem verfügt es über ein spezielles Speichermedium für die einzelnen EKG-Aufzeichnungen, z.B. ein Magnetband.
Bei einer Langzeit-EKG-Untersuchung ist es wichtig, dass der Patient seine Beschwerden und Tätigkeiten in diesen 24 Stunden genau beobachtet und dem Arzt übermittelt. Dann kann der Arzt ev. Veränderungen im EKG mit entsprechenden Beschwerden bzw. Tätigkeiten in Zusammenhang bringen.
 
Langzeitblutdruckmessung
langzeitblutdruckBei einer Langzeit-Blutdruckmessung wird der Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden wiederholt gemessen und auf diese Weise ein Blutdruck-Tages/Nachtprofil erstellt.
Der Blutdruck ist der in den Blutgefäßen und Herzkammern herrschende Druck. Dieser ist abhängig von der Herzleistung, dem Gefäßwiderstand und verschiedenen komplizierten Regelsystemen.
Der Langzeitblutdruck wird mit Hilfe eines elektronischen 24-Stunden-Blutdruckmessgerätes gemessen, das nach gewissen Zeiträumen automatisch neue Messungen vornimmt. Auf diese Weise werden die Blutdruckwerte im Alltag ermittelt, gespeichert und schließlich vom Arzt ausgewertet.
Das Langzeit-Blutdruckmessgerät ist mit einer aufblasbaren Gummimanschette verbunden, die am Oberarm des Patienten angebracht wird. Bei jeder Messung wird die Manschette über das Messgerät aufgeblasen, was zu einem Druckgefühl am Oberarm führt. Dieses lässt wieder nach, wenn die Luft aus der Manschette abgelassen wird.